Vorstellung des Antisemitismusbeauftragten der Polizei Berlin

  • veröffentlicht am 20.08.2019 14:08 Uhr
  • Polizeibericht

Gemeinsame Meldung Polizei Berlin und Senatsverwaltung für Inneres und Sport
Nr. 2033
Heute wurden im Beisein des Innensenators Andreas Geisel durch die Polizeipräsidentin, Dr. Barbara Slowik, der Antisemitismusbeauftragte der Polizei Berlin, Herr Wolfram Pemp, sowie sein Vertreter, Herr Ring, vorgestellt. Beide stehen als zentrale Ansprechpersonen der Polizei Berlin für das Themenfeld Antisemitismus allen Kolleginnen und Kollegen, aber auch allen externen Partnern/Partnerinnen zur Verfügung.
Dazu sagte Frau Dr. Slowik: „Gewaltsame antisemitische Übergriffe auf jüdische Menschen richten sich immer auch gegen die Werte freier, demokratischer und offener Gesellschaften. Die Sicherstellung der Sichtbarkeit des Themenfeldes sowie die nachhaltige Sensibilisierung der Mitarbeitenden in der Polizei sind hier für mich von zentraler Bedeutung.“

Die Zahl judenfeindlicher Straftaten nimmt nach rückläufigen Tendenzen der vergangenen Jahre wieder zu. Aktuelle Zahlen belegen einen Anstieg antisemitischer Straftaten auch in Berlin. Der Polizei Berlin kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Verantwortung zu. Neben der Verpflichtung, Antisemitismus deutlich und unmissverständlich zu verurteilen, Straftaten konsequent zu verfolgen und hassmotivierte Ursachen aufzudecken, widmet sich die Polizei Berlin mit Benennung eines Antisemitismusbeauftragten zusätzlich verstärkt der Antisemitismusprävention. Dies beinhaltet Aspekte der Aus- und Fortbildung und die Sensibilisierung der Mitarbeitenden innerhalb der Polizei Berlin sowie den Ausbau der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit themenbezogenen Netzwerkpartnern.
“Wir begrüßen die Einrichtung eines Antisemitismusbeauftragten, denn damit machen wir auf allen Ebenen klar, dass es in dieser Stadt ein großes Stopp-Schild gegen den mittlerweile wieder offen zutage tretenden Hass auf Juden und Jüdinnen gibt. Wir dürfen nicht tolerieren, dass antisemitisches Denken und judenfeindliche Straftaten von der Mitte der Gesellschaft hingenommen werden. Dabei ist es egal, ob der Antisemitismus religiös oder politisch motiviert ist“, betonte Innensenator Geisel.

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