In der ersten Woche des neuen Schuljahres setzt Berlin ein deutliches Zeichen für mehr Aufmerksamkeit und erhöhte Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Dieser Appell richtet sich an alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer – insbesondere Autofahrerinnen und Autofahrer: Kritische Situationen für die Schülerinnen und Schüler entstehen häufig beim Überqueren der Fahrbahn und mit dem Kfz-Verkehr. Vor allem die bald eingeschulten Erstklässlerinnen und Erstklässler sind noch unerfahren auf ihren neuen Wegen zur Schule und somit verstärkt auf sichere Verhaltensweisen aller Verkehrsteilnehmenden angewiesen.
Hierfür wurde heute von Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Franziska Becker, Staatssekretärin für Sport, sowie Falko Liecke, Staatssekretär für Jugend und Familie, die Aktionsveranstaltung „Sichtbar mobil zur Schule“ eröffnet, die in diesem Jahr in der STATION Berlin, in der Nähe vom Park am Gleisdreieck, stattfand.
Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Für uns hat der Schutz der jüngsten Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer oberste Priorität. Gerade Erstklässlerinnen und Erstklässler haben auf ihrem Schulweg noch keine Routine, sie schätzen Geschwindigkeiten und Entfernungen anders ein als Erwachsene. Deshalb appelliere ich gerade in den ersten Schulwochen an alle Verkehrsteilnehmer: Bitte seien Sie umsichtig, halten Sie Tempo und Abstand ein und nehmen Rücksicht – vor allem auf die Kleinsten.“
Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Kinder erhalten durch aktive und selbstständige Schulwege wertvolle Lerngelegenheiten: Sie beobachten, orientieren sich und knüpfen soziale Kontakte. Diese Veranstaltung soll die Schülerinnen und Schüler auf die eigenständige Teilnahme im Straßenverkehr vorbereiten. An verschiedenen Stationen üben sie, sich sicher, sichtbar und selbständig im Verkehr zu bewegen.“
Iris Spranger, Senatorin für Inneres und Sport: „Auch in diesem Jahr bieten wir wieder den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, durch Mitmachangebote in einem geschützten Umfeld das Verhalten im Straßenverkehr zu trainieren. Dieses Angebot ist eine gute Tradition zum Schulstart. Dafür danke ich der veranstaltenden Bürgerstiftung Berlin, der Polizei Berlin und allen Partnern sehr. Unsere Polizei wird auch in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Angeboten die Kinder auf den Straßenverkehr vorbereiten. Vor allem wird sie auch Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zur besonderen Rücksichtnahme auf Schulkinder hinweisen, sowohl in Informationsgesprächen als auch bei Verkehrskontrollen vor den Schulen.“
Dr. Andrea Grebe, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Berlin: „Verkehrssicherheit beginnt nicht erst auf dem Schulweg, sondern mit der Verantwortung, die wir als Gesellschaft füreinander übernehmen. Seit vielen Jahren bringen wir mit Sichtbar mobil zur Schule Menschen und Institutionen zusammen, die ein gemeinsames Ziel verbindet: Kinder auf ihrem Schulweg besser zu schützen. Verkehrssicherheit gelingt dann am besten, wenn Prävention, praktische Erfahrungen und gegenseitige Rücksicht Hand in Hand gehen. Jeder sichere Schulweg ist ein Gewinn für die Kinder, ihre Familien und unsere Stadt.“
Roman Seifert, Leiter der Landespolizeidirektion: „Kinder gehören zu den besonders schutzbedürftigen Verkehrsteilnehmenden. Gerade in ihren ersten Wochen nach Einschulung sind viele mit ihrem neuen Schulweg noch nicht ausreichend vertraut. Sie können Verkehrssituationen und mögliche Gefahrenstellen nicht so sicher einschätzen wie Erwachsene. Deshalb sind alle Verkehrsteilnehmenden besonders gefordert, im Umfeld von Schulen aufmerksam, vorausschauend und rücksichtsvoll unterwegs zu sein. Angepasste Geschwindigkeit und regelkonformes Parken sind dabei besonders wichtig. Die Polizei Berlin setzt sich das gesamte Jahr für sichere Schulwege ein. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die ersten beiden Schulwochen. In diesem Zeitraum finden stadtweit ca. 1.200 Verkehrseinsätze und Präventionsveranstaltungen im Nahbereich von Schulen statt.“
Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der BVG: „Der Weg zur Schule ohne „Elterntaxi“ ist für Kinder am Anfang ein spannendes Abenteuer. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass dieser wichtige Schritt in die Selbstständigkeit nicht wirklich abenteuerlich wird. Gemeinsam mit der Bürgerstiftung Berlin engagiert sich die BVG deshalb dafür, dass die Berliner Schulwege sicher sind. Dass unsere jüngsten Fahrgäste ohne Angst und Gefahren mit Bus und Bahn an ihr Ziel kommen, hat für uns höchste Priorität.“
Die Veranstaltung ist ein etablierter Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit in Berlin zum Schulanfang und findet nunmehr zum fünften Mal statt – dieses Jahr unter dem Motto „Mit Bus und Bahn unterwegs“. Die Organisation übernimmt die Bürgerstiftung Berlin, im Schulterschluss mit zahlreichen Akteuren, Ehrenamtlichen und Partnern. Die über 200 eingeladenen Zweitklässlerinnen und Zweitklässler aus verschiedenen Berliner Schulen erwartete vor Ort ein spannender und zugleich lehrreicher Aktionstag. In den Angeboten haben die Schulkinder gestaunt, was es im Straßenverkehr alles zu beachten gibt, konnten Fahrzeuge fahren, haben Gefahren gesehen und Wissenswertes gehört, und auch an ihrer eigenen Sicherheit gebastelt (reflektierende Sticker und Buttons).
Ricarda Graf-Neißner, Projektleitung STATION Berlin Event GmbH: „Wir freuen uns, den Aktionstag „Sichtbar mobil zur Schule“ erstmals in der STATION Berlin zu begrüßen. Die Sensibilisierung von Kindern für die Gefahren im Straßenverkehr halten wir als Eventlocation im Herzen Berlins – zwischen Potsdamer Platz und Mehringdamm – für einen wichtigen gesamtgesellschaftlichen Auftrag, den wir tatkräftig unterstützen möchten. Zu diesem Zweck bieten wir am 26.08.2026 auf unserem Gelände einen geschützten Raum mit viel Platz zum Erleben, Ausprobieren und Lernen!“
Ein wichtiger Teil der Veranstaltung ist die Pressekonferenz für Schulredaktionen, bei der ältere Kinder zu Wort kommen und die Chef-Etagen der beteiligten Senatsverwaltungen, Polizei und BVG Rede und Antwort stehen. Die teilnehmenden Schulredaktionen konnten ihre Fragen sogar in einem Workshop an der Axel Springer Academy vorbereiten.
Mit der jährlichen Verteilung von rund 38.000 Reflektoren an Berliner Schulen, initiiert durch die Bürgerstiftung Berlin, können zudem die Schulanfängerinnen und Schulanfänger sowie ihre Eltern erreicht werden. Die Reflektoren wurden von REFLECTIVE Berlin gestaltet und von der Berliner Sparkasse, S-Versicherungspartner GmbH, der BSK Immobilien GmbH und der Feuersozietät Berlin Brandenburg Versicherung AG gesponsert.
Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den Partnern, die zahlreich mit ihren Aktionsangeboten vertreten waren, sowie weitere Informationen zum Thema Verkehrssicherheit für Schulkinder: