Nr. 0743
Einem 31-Jährigen wird vorgeworfen, gestern Nachmittag in Charlottenburg mehrere Personen antisemitisch beleidigt, bedroht und körperlich angegriffen zu haben. So soll er nach bisherigen Ermittlungen gegen 15:15 Uhr zunächst einem 47-Jährigen und zwei in dessen Begleitung befindlichen Kindern auf der Uhlandstraße hinterhergelaufen sein und antisemitisch beleidigende Worte gerufen haben. Zudem soll er die Personengruppe angespuckt haben. Als der Ältere, der eine Kippa trug, ihn darauf ansprach, habe der Jüngere ihm ins Gesicht geschlagen. Daraufhin eilten mehrere Personen zum Geschehen, um zu helfen, unter anderem ein 45-jähriger Mann und eine 53-jährige Frau. Der 31-Jährige habe die Frau antisemitisch beleidigt und bedroht, daraufhin sei es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen ihm und dem 45-Jährigen gekommen. Der 31-Jährige wiederum berichtete, dass er durch den 47-Jährigen beleidigt und von ihm als auch dem 45-Jährigen körperlich angegriffen worden sein soll. Im
Nachgang benötigte niemand der Beteiligten medizinische Behandlung am Einsatzort. Nach Abschluss der ersten Befragungen am Einsatzort und einer Durchführung eines Atemalkoholtests beim 31-Jährigen fuhren die alarmierten Einsatzkräfte mit ihm in ein Polizeigewahrsam. Dort wurde er nach Feststellung seiner Identität und einer Blutentnahme wieder entlassen. Nun ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin.