Während der Flucht auf Einsatzkräfte geschossen

  • veröffentlicht am 06.03.2026 10:03 Uhr
  • Polizeibericht

Polizeimeldung vom 06.03.2026

Charlottenburg-Wilmersdorf

Nr. 0245
Einsatzkräfte nahmen gestern Nachmittag zwei Männer in Grunewald fest. Zuvor hatten Zeugen kurz vor 17 Uhr die Polizei zur Fontanestraße/Hagenstraße alarmiert, nachdem sie dort zwei Männer gesehen hatten, die auf der Straße randalierten und von denen einer eine Schusswaffe trug. Die Männer stiegen im weiteren Verlauf in einen Kleinwagen und entfernten sich zunächst in unbekannte Richtung. Weitere Zeugen meldeten kurz darauf von verschiedenen Orten, dass zwei Männer aus einem fahrenden Auto heraus mit einer Waffe schossen. Auf der Königsallee kollidierten die Flüchtigen mit ihrem Wagen mit einem weiteren Auto, als sie dieses überholten. Anschließend flüchteten sie vom Unfallort. Durch die weiteren Meldungen konnte die Fluchtroute näher bestimmt werden, sodass Einsatzkräfte in Zivil die beiden Männer sichten und ihnen hinterherfahren konnten. Dabei schoss der Beifahrer, ein später identifizierter 44-Jähriger, mit einer Faustfeuerwaffe wiederholt gezielt auf die nachfolgenden Einsatzkräfte. Verletzt wurde dadurch niemand, Schäden am Fahrzeug waren nicht festzustellen. Im Zuge der weiteren Flucht fuhren die Männer von der Königsallee auf die Caspar-Theyß-Straße und auf dieser in Richtung Bismarckplatz. Auf dem Bismarckplatz kollidierten sie mit einem Laternenmast, sodass das Auto stehen blieb. Anschließend flüchteten die beiden Tatverdächtigen zu Fuß in ein Mehrfamilienhaus an der Bismarckallee. Dort verbargen sie sich im Kellergeschoss. Weitere Einsatzkräfte umstellten das Haus. Anschließend drangen Polizistinnen und Polizisten unter einem Höchstmaß an Eigensicherung in die Kellerräume ein, spürten dort die Tatverdächtigen auf, überwältigten sie und nahmen sie fest. Gegen die Festnahme leistete einer der Männer, der 35-jährige Fahrer des Wagens, so erheblichen Widerstand, dass er dadurch eine Polizeibeamtin im Gesicht und an einer Hand verletzte. Die Beamtin konnte ihren Dienst nicht fortsetzen. Anschließend brachten die Einsatzkräfte die beiden alkoholisierten Tatverdächtigen in ein Polizeigewahrsam. Von dort konnten sie später, nach jeweils erfolgten erkennungsdienstlichen Maßnahmen und Blutentnahmen, ihren Weg fortsetzen. Im Fluchtfahrzeug fanden Einsatzkräfte eine Schreckschusswaffe und stellten diese sicher. Zudem waren die am Auto angebrachten Kennzeichen gefälscht. Das Auto wurde sichergestellt und die Kennzeichen beschlagnahmt. Beide Männer müssen sich nun wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht, des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Sachbeschädigung, eines Verstoßes gegen das Waffengesetz und wegen Urkundenfälschung verantworten.

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