Kontrollen gegen Arbeitsausbeutung und Menschenhandel

  • veröffentlicht am 12.08.2026 13:08 Uhr
  • Polizeibericht

Polizeimeldung vom 12.08.2026

Lichtenberg

Gemeinsame Meldung Polizei und Hauptzollamt Berlin
Nr. 0969
Am Montag, dem 10. August 2026, kontrollierten rund 100 Einsatzkräfte der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Arbeitsausbeutung von Polizei Berlin und Hauptzollamt Berlin, eines Fachkommissariats der Polizeidirektion 5 (City) sowie einer Einsatzhundertschaft zwei Nagelstudios in einem Gewerbegebiet an der Herzbergstraße.

Mit Beginn der Maßnahmen, gegen 13 Uhr mittags, betraten die Beamtinnen und Beamten dort eine der Gewerbehallen und begannen alle Personen in den beiden Nagelstudios zu überprüfen. Ziel der Maßnahmen von Polizei und Zoll war es unter anderem, mögliche Betroffene von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung zu erkennen und diese gegebenenfalls aus bestehenden Zwangsverhältnissen zu lösen.

In den beiden Betrieben trafen die Einsatzkräfte insgesamt rund 138 Personen an, darunter 43 Kundinnen und Kunden sowie 84 Beschäftigte und Auszubildende. Bei mehr als 40 Personen wurden Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz festgestellt. Unter ihnen befanden sich auch zwei Minderjährige, die im weiteren Verlauf der zuständigen Erstaufnahme- und Klärungsstelle für unbegleitete Minderjährige übergeben wurden.

Insgesamt wurden über 40 Personen erkennungsdienstlich behandelt und 28 von diesen anschließend dem Landesamt für Einwanderung Berlin überstellt worden.

Neben den polizeilichen Maßnahmen waren auch das Bezirksamt Lichtenberg sowie die Steuerfahndung und die Kassenprüfung in eigener Zuständigkeit beteiligt.

Im Verlauf der Einsatzmaßnahmen gab sich keine Person als Opfer von Menschenhandel zu erkennen. Die Einsatzkräfte verteilten Informationsmaterial und führten themenorientierte Gespräche.

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