Nr. 1488
Ein Mann warf heute Vormittag in Berlin-Tiergarten die Flagge der deutschen Einheit zu Boden. Gegen 11:30 Uhr erkletterte ein 22 Jahre alter Mann das Nationaldenkmal auf dem Platz der Republik, nahm die Flagge ab und warf sie zu Boden. An ihrer Stelle hisste er eine Palästinafahne. Am Fuße des Mastes standen zwei weitere Männer im Alter von 20 und 32 Jahren und unterstützten ihn dabei. Alarmierte Einsatzkräfte sicherten den Einsatzort ab und führten gegen die beiden Männer am Boden freiheitsbeschränkende Maßnahmen durch. Währenddessen blieb der 22-Jährige, selbst gesichert durch ein Klettergeschirr, an der Spitze des Mastes hängen. Gegen 12:30 Uhr kletterte er selbstständig wieder hinunter. Gleichzeitig nahmen Einsatzkräfte mit Hilfe der Berliner Feuerwehr die Palästinafahne ab.
Weitere Einsatzkräfte brachten den 20-Jährigen und 22-Jährigen in einen Polizeigewahrsam. Während der 22-Jährige zur Prüfung eines Unterbindungsgewahrsams im Gewahrsam bleibt, wird der 20-Jährige nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung und einem Platzverweis später wieder entlassen werden. Der 32-Jährige ist am Ort nach erfolgter Identitätsfeststellung entlassen worden. Auch gegen ihn ist ein Platzverweis ausgesprochen worden. Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole, des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung, des Verstoßes gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz Berlin sowie des Verdachts des Hausfriedensbruches führt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes. Die Ermittlungen dauern an.