Nr. 0879
In der vergangenen Nacht stoppten Polizeieinsatzkräfte in Spandau ein Fahrzeug, nachdem daraus zivile Einsatzkräfte und eine unbekannt gebliebene Person mit einer Waffe bedroht wurden. Nach derzeitigem Kenntnisstand befuhren die zivilen Einsatzkräfte gegen 1:40 Uhr mit ihrem Dienstwagen die Charlottenburger Chaussee auf dem linken Fahrstreifen, als sie von einem Pkw auf dem rechten Fahrstreifen überholt wurden. Bei dem Überholvorgang richtete der Fahrer eine Waffe auf die Einsatzkraft, die auf dem Beifahrersitz des zivilen Polizeifahrzeugs saß. Alle drei Einsatzkräfte duckten sich daraufhin ab und das Dienstfahrzeug wurde abgebremst. Sie alarmierten daraufhin Unterstützungskräfte und folgten dem Fahrzeug. Währenddessen sahen sie, wie aus dem Fahrzeug heraus in der Charlottenburger Chaussee, auf Höhe des dortigen Polizeigeländes, eine weitere unbekannt gebliebene Person beim Vorbeifahren mit der Waffe bedroht wurde. Dazu wurde die Waffe aus dem Fenster gehalten. Polizistinnen und
Polizisten des Abschnitts 22 stoppten das Fahrzeug schließlich an der Kreuzung Ruhlebener Straße/ Klosterstraße. Mit gezogenen Dienstwaffen wurden alle Insassen des Fahrzeugs, drei Männer im Alter von 20 und zweimal 18 Jahren sowie eine Frau im Alter von 24 Jahren und eine 17-jährige Jugendliche, aufgefordert auszusteigen und sich auf den Boden zu legen. Dieser Aufforderung wurde nachgekommen. Im Fahrzeug fanden die Einsatzkräfte insgesamt drei Spielzeugwaffen, die beschlagnahmt wurden. Darüber hinaus erfolgte die Beschlagnahme des Führerscheins des 20-jährigen Fahrers als auch seines BMW. Während die beiden 20 und 18 Jahre alten Tatverdächtigen für erkennungsdienstliche Maßnahmen in ein Polizeigewahrsam kamen, welches sie anschließend wieder verlassen konnten, wurden die weiteren drei Mitfahrenden noch am Ort entlassen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.