Nr. 1231
Einsatzkräfte der 13. und 14. Einsatzhundertschaft nahmen am vergangenen Freitag eine mutmaßliche Drogenbande in Friedrichshain fest. Nach bisherigen Erkenntnissen beobachteten Beamtinnen und Beamte in ziviler Kleidung gegen 21:10 Uhr in der Jessnerstraße eine Drogenübergabe zwischen zwei Personen. Bei der anschließenden Überprüfung einer 31-Jährigen und eines 21-Jährigen entdeckten die Einsatzkräfte bei der Frau augenscheinlich Kokain. Bei dem Mann wurden ein vierstelliger Bargeldbetrag sowie ein Autoschlüssel gefunden; dieser konnte einem im unmittelbaren Nahbereich abgestellten Fahrzeug zugeordnet werden. Nach Einholung eines richterlichen Durchsuchungsbeschlusses stellten die Einsatzkräfte in dem Pkw eine nicht geringe Menge Kokain in einem versteckten Fach sowie mehrere Smartphones sicher. Anschließend erfolgte die Durchsuchung der Wohnanschrift des Tatverdächtigen, wo weitere Betäubungsmittel beschlagnahmt wurden. Ebenfalls befand sich dort eine 18-Jährige. In einer ihr
zugehörigen Tasche wurden augenscheinlich verschiedene Betäubungsmittel sowie ein vierstelliger Geldbetrag sichergestellt. Im Zuge der weiteren Ermittlungen erwirkten die Einsatzkräfte einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnanschrift der 18-Jährigen. In den Räumlichkeiten trafen die Beamten auf zwei Männer im Alter von 18 und 19 Jahren und stießen in der gesamten Wohnung auf eine nicht geringe Menge diverser Betäubungsmittel.
Insgesamt beschlagnahmten die Einsatzkräfte im Rahmen der Maßnahmen rund 2,7 Kilogramm Kokain, rund 900 Gramm Ecstasy sowie MDMA, Ketamin und Haschisch. Darüber hinaus stellten die Beamtinnen und Beamten eine scharfe Schusswaffe mit Munition, zwei Schutzwestenhüllen mit Polizei-Hoheitsabzeichen, ein Messer, 6.000 Euro Bargeld sowie umfangreiches Verpackungsmaterial sicher. Die vier Tatverdächtigen kamen für erkennungsdienstliche Maßnahmen in einen Polizeigewahrsam und danach wieder auf freien Fuß. Die weiteren Ermittlungen hat ein Fachkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.