Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin
Nr. 0079
Mehr als 300 Kräfte der Polizei Berlin, darunter das Spezialeinsatzkommando, sowie unterstützende Spezialeinsatzkräfte aus Brandenburg und von der Bundespolizei vollstreckten gestern im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin stadtweit insgesamt 14 Durchsuchungsbeschlüsse wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und einen Haftbefehl wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung.
Den Durchsuchungen an Wohnanschriften in Britz, Charlottenburg, Haselhorst, Spandau, Staaken, Tempelhof und Tiergarten waren intensive Ermittlungen der BAO Ferrum des Landeskriminalamts Berlin vorausgegangen. Der Tatverdacht richtet sich gegen sieben Männer im Alter von 21 bis 28 Jahren, die an einem Angriff auf einen 31-Jährigen am 11. Dezember 2025 beteiligt gewesen sein sollen. Nach einer Auseinandersetzung zwischen diesen vor einem Spätkauf in der Gartenfelder Straße in Berlin-Spandau war aus der Gruppe der Beschuldigten mehrfach auf den 31-Jährigen geschossen worden. Dieser musste mit erheblichen Verletzungen am gesamten Körper in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Beschuldigten konnten durch den Einsatz von Gesichtserkennungssoftware sowie der Auswertung von Videomaterial unter Beteiligung von Super Recognizern der Polizei Berlin identifiziert werden. In der Spandauer Wohnung des mit Haftbefehl gesuchten 24-jährigen Beschuldigten sowie bei einem 27-jährigen
Beschuldigten fanden die Einsatzkräfte Kokain, Ketamin und Haschisch in nicht geringen Mengen. In weiteren Wohnungen wurde umfangreiches Beweismaterial – wie mutmaßliche Tatkleidung, Schreckschusspistolen, Waffenteile und scharfe Munition – aufgefunden und sichergestellt. Bis auf einen 21-Jährigen wurden alle Beschuldigten angetroffen und vorläufig
festgenommen. Der mit Haftbefehl gesuchte 24-Jährige wurde gegen Meldeauflagen vom Vollzug der Untersuchungshaft verschont. Die weiteren Beschuldigten wurden nach Abschluss der Maßnahmen wieder entlassen. Die Auswertung des Beweismaterials sowie die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat und den einzelnen Tatbeiträgender Beschuldigten dauern an.
Erstmeldung der Polizei Berlin Nr. 2567 vom 11. Dezember 2025: Mann durch Schüsse verletzt
In der vergangenen Nacht soll einen Mann in Haselhorst durch Schüsse verletzt worden sein. Gegen 0:30 Uhr sollen mehrere Männer vor einem Spätkauf in der Gartenfelder Straße/Simonring mehrfach auf einen 31-Jährigen geschossen haben und anschließend mit Fahrzeugen geflüchtet sein. Alarmierte Einsatzkräfte leisteten sofort Erste Hilfe bis der Verletzte durch einen Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht wurde. Im Zuge der Ermittlungen haben die Einsatzkräfte ein Fahrzeug festgestellt, in dem drei Männer im Alter von 34, 39 und 25 Jahren saßen und brachten sie in ein Gewahrsam. Das genutzte Fahrzeug ist zur Spurensuche sichergestellt worden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen sowie den mutmaßlichen Schützen – und welchen polizeilichen Maßnahmen diese unterliegen – hat die BAO Ferrum übernommen.