Nr. 0187
Ein Autofahrer flüchtete gestern Abend in Schmargendorf vor einer Überprüfung. Gegen 21:30 Uhr bemerkten Einsatzkräfte in Zivil ein Auto auf der Salzbrunner Straße, welches rechts am Fahrbahnrand hielt und dass dort eine Person ins Fahrzeug zustieg. Kurze Zeit später stieg die Person wieder aus und entfernte sich. Die Einsatzkräfte entschlossen sich, da der Verdacht des Drogenhandels bestand, den Fahrer zu überprüfen und traten dazu an den Wagen heran. Dort wiesen sie sich als Polizeibeamte aus und forderten den Mann auf, aus dem Fahrzeug auszusteigen. Der Mann verriegelte jedoch den Wagen und beschleunigte. Eine Polizistin konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite davor schützen, von dem Fahrzeug getroffen zu werden. Der Mann flüchtete mit überhöhter Geschwindigkeit, wobei er mehrere weitere Verkehrsteilnehmende gefährdete, über mehrere Straßen. Auf der Berliner Straße, die Einsatzkräfte fuhren dort neben dem Flüchtenden, drängte der Tatverdächtige an das
Einsatzfahrzeug heran. Nur eine Gefahrenbremsung des Fahrers des Einsatzfahrzeuges verhinderte eine Kollision. Unter fortgesetzten Gefährdungen dritter Verkehrsteilnehmer flüchtete der Fahrer weiter. Auf der Düsseldorfer Straße stoppte die Besatzung eines weiteren Einsatzfahrzeugs den Flüchtenden, indem sie sich mit dem Wagen auf der Fahrbahn quer stellte. Darauf musste der Mann seinen Wagen stoppen. Ein Beamter des Einsatzwagens trat an das Fahrzeug heran und konnte die Beifahrertür öffnen. In diesem Moment beschleunigte der Tatverdächtige wieder sein Fahrzeug, sodass der Beamte stürzte und einige Meter mitgeschleift wurde, bevor es sich wieder von der Tür lösen konnte. Der Mann flüchtete weiter bis zur Kreuzung Sächsische Straße/Lietzenburger Straße, wo er aufgrund einer Baustelle seine Flucht nicht mehr fortsetzen konnte. Ein Passant musste dabei zur Seite treten, um nicht vom haltenden Fahrzeug getroffen zu werden. Im weiteren Verlauf blockierte dieser
anschließend die Fahrertür, damit der Tatverdächtige nicht zu Fuß flüchten konnte. Die eingetroffenen Einsatzkräfte traten schließlich an den Wagen heran und nahmen den später identifizierten 29-Jährigen fest. Gegen die Festnahme leistete er erheblichen Widerstand. Im Anschluss an die Festnahme kam er in ein Polizeigewahrsam, wo er nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung dem Fachkommissariat der Polizeidirektion 2 (West) überstellt wurde. Im Fahrzeug fanden die Einsatzkräfte, neben weiteren Beweismitteln, 10Verkaufseinheiten mit mutmaßlichem Kokain sowie 16 Verkaufseinheiten mit mutmaßlichem Cannabis und beschlagnahmten alles. Weiterhin stellten sie fest, dass der 29-Jährige nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist und im Verdacht steht, den Wagen unter Einfluss von Betäubungsmitteln geführt zu haben. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass sich der Tatverdächtige derzeit unerlaubt in Deutschland aufhält. Das Auto des 29-Jährigen wurde
beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an.