Vor der Polizei geflüchtet

  • veröffentlicht am 03.09.2019 13:09 Uhr
  • Polizeibericht

Neukölln/Steglitz-Zehlendorf/Tempelhof-Schöneberg
Nr. 2141
Nach einer offenbar unberechtigten Nutzung eines Carsharing-Autos in Britz flüchteten die Nutzer gestern Vormittag vor der Polizei nach Schöneberg. Ein Mitarbeiter der Carsharing-Firma überprüfte gegen 10.40 Uhr in der Rungiusstraße in Britz einen reservierten VW, da der Verdacht bestand, dass der Account über den dieses Auto gebucht worden war, mit falschen Daten angelegt wurde. Im Pkw entdeckte der Angestellte drei junge Männer, obwohl dieser laut Accountdaten von einer Frau gemietet worden war. Daraufhin alarmierte der 22-Jährige die Polizei. Die drei Männer fuhren dann los und der Mitarbeiter der Carsharing-Firma folgte dem Wagen. Dabei konnte er beobachteten, wie der Wagen regelmäßig anhielt und Fahrer sowie Beifahrer mehrmals die Plätze tauschten. Dabei soll der Wagen immer wieder schnell gefahren und mehrmals durch den Gegenverkehr gefahren sein. Am Walther-Schreiber-Platz in Friedenau stoppte der Wagen erneut, Fahrer sowie Beifahrer wechselten wieder die Plätze und der dritte Insasse stieg aus und ging weg. Anschließend fuhr der VW weiter und der Angestellte der Carsharing-Firma teilte der Polizei zwischenzeitlich die Standorte des VW mit. In der Schloßstraße in Steglitz kurz vor der Albrechtstraße entdeckte dann eine Funkwagenbesatzung den VW. Als der Fahrer des VW den Polizeiwagen bemerkte, fuhr dieser über den Mittelstreifen in den Gegenverkehr und bog links in die Albrechtstraße ab. Der Funkwagen folgte dem VW durch mehrere kleine Straßen bis hin zur Filanda- Ecke Bergstraße. Dort hatte eine weitere Funkwagenbesatzung ihr Fahrzeug quer als Sperre auf die Straße gestellt. Mit hoher Geschwindigkeit fuhr der Fahrer mit dem VW auf das Polizeifahrzeug zu, wich kurz davor in den Gegenverkehr aus und setzte seine Fahrt geradeaus in der Bergstraße fort. Polizeikräfte folgten dem VW. Im Prellerweg Höhe Priesterweg verlor der VW-Fahrer offenbar aufgrund der hohen Geschwindigkeit in einer Rechtskurve die Kontrolle über den Wagen. Der VW fuhr nach links, prallte gegen eine Fußgängerampel, schleuderte gegen einen Lichtmast, drehte sich dann um die eigene Achse und kam anschließend im Gegenverkehr zum Stehen. Der Fahrer stieg aus und ergriff zu Fuß die Flucht in Richtung Priesterweg. Zwei Polizisten folgten ihm und nahmen den 17-Jährigen vorläufig fest. Der Beifahrer im Alter von 18 Jahren saß weiterhin im VW und wurde dort von Einsatzkräften vorläufig festgenommen. Beide hatten bei dem Unfall Kopf- und Rumpfverletzungen erlitten und kamen zu stationären Behandlungen in Krankenhäuser. Die jungen Männer sind nicht im Besitz von Fahrerlaubnissen. Während der Rettungsmaßnahmen und der Bergungs- sowie Reinigungsarbeiten war der Prellerweg zwischen Munsterdamm und Röblingstraße bis etwa 13 Uhr gesperrt. Es wurden Verfahren wegen des Verdachts des Betrugs zur Erlangung eines Kraftfahrzeuges und zum Missbrauch von Ausweispapieren sowie Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen und Fahren ohne Fahrerlaubnisse eingeleitet. Der Jugendliche muss sich darüber hinaus wegen Verkehrsunfallflucht und Straßenverkehrsgefährdungen verantworten. Auf der Flucht hatte der 17-Jährige auch mehrere Ordnungswidrigkeiten, wie zum Beispiel das Missachten einer roten Ampel, begangen. Der VW wurde sichergestellt. Eine Polizeibeamtin und ein -beamter standen unter dem Eindruck des Geschehenen und beendeten nach dem Einsatz ihre Dienste. Insgesamt befanden sich 19 Polizeikräfte sowie von der Feuerwehr ein Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug sowie zwei Rettungswagen im Einsatz.

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