Vom Tatverdächtigen zum Bedrohten

  • veröffentlicht am 14.02.2022 10:02 Uhr
  • Polizeibericht

Nr. 0364
Ein am Samstagmorgen als Tatverdächtiger zu einer Raubtat aufgetretener junger Mann wurde gestern Abend in Altglienicke wiederum mit einer Waffe bedroht. Gegen 21.50 Uhr erhielten Einsatzkräfte Kenntnis über eine Bedrohung in einem Mehrfamilienhaus in der Siriusstraße. Gemäß Zeugenaussagen soll dort eine Gruppe von zehn bis 15 Männern aufgetaucht, gegen die Wohnungstür des 24-Jährigen getreten, ihn verbal bedroht und ihn zum Herauskommen aufgefordert haben. Dabei soll eine der Personen einen waffenähnlichen Gegenstand in der Hand gehalten haben.
Als der Bedrohte durch die Tür rief, er würde jetzt die Polizei alarmieren, flüchteten alle Tatverdächtigen aus dem Wohnhaus. Eine kurz darauf durchgeführte Durchsuchung des Hauses, durch die eingetroffenen Kolleginnen und Kollegen, verlief ohne Erfolg. Durch eine Beschreibung der Männer konnten jedoch im Nahbereich des Hauses vier von ihnen, zwei 25-, ein 24- und ein 23-Jähriger, festgenommen worden. Auf gleicher Höhe fanden die Polizeikräfte auch eine Faustfeuerwaffe in einem Gebüsch. Diese wurde sichergestellt, drei der vier Tatverdächtigen nach Personalienüberprüfung am Ort entlassen und ein 25-Jähriger für ein Fachkommissariat der Direktion 3 (Ost) eingeliefert. Ebendieser Mittzwanziger war samstags Geschädigter der eingangs genannten Raubtat. Zu beiden Delikten dauern die Ermittlungen an.

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