Reinickendorf/Spandau
Nr. 1303
In der Nacht von Freitag auf Samstag entzog sich ein Kradfahrer in Reinickendorf einer Verkehrskontrolle und fuhr auf seiner Flucht gegen einen Einsatzwagen in Hakenfelde. An der Seidelstraße Ecke Avenue Jean Mermoz bemerkten Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 11 kurz nach 23 Uhr im Rahmen ihrer Streifentätigkeit einen Kradfahrer, der so stark beschleunigte, dass das Vorderrad von der Fahrbahn abhob. Die Polizisten entschieden sich, den Kradfahrer zu kontrollieren. Dieser missachtete jedoch die optischen sowie akustischen Anhaltesignale des Einsatzwagens und beschleunigte stattdessen stark. Die Beamten nahmen die Verfolgung des flüchtenden Kradfahrers unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten auf. Während seiner Flucht über die Bernauer Straße, Paulsternstraße, Nonnendammallee, dem Falkenseer Platz und Falkenseer Damm missachtete er mehrere rote Ampeln. Am Askanierring brach der Sichtkontakt zum mutmaßlichen Raser ab. Gegen 23:50 Uhr sahen ihn Kräfte der
Diensthundeführereinheit auf der Niederneuendorfer Allee und stellten ihren Einsatzwagen mit eingeschalteten Blaulicht auf Höhe der Bushaltestelle „Bürgerablage“ quer auf die Fahrbahn, um die Weiterfahrt zu unterbinden. Der Kradfahrer umfuhr das Polizeifahrzeug, kollidierte dabei mit diesem, traf mit seinem Lenker die Motorhaube, fuhr seitlich des Fahrbahnrands über den unbefestigten Untergrund und flüchtete weiter Richtung Henningsdorf. Die Einsatzkräfte fuhren ihm unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten hinterher. An der Kreuzung Ruppiner Straße Ecke Hauptstraße in Henningsdorf verloren sie schließlich den Sichtkontakt zum unbekannten Täter. Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens und der Verkehrsunfallflucht haben die örtlich zuständigen Fachkommissariate für Verkehrsdelikte übernommen.