Scheibe eingeworfen – Staatsschutz ermittelt

  • veröffentlicht am 21.05.2020 10:05 Uhr
  • Polizeibericht

Nr. 1245
Mit einem Pflasterstein warf ein 27-Jähriger in der vergangenen Nacht in Kreuzberg eine Fensterscheibe ein. Gegen 2.30 Uhr wurde ein 36-jähriger Anwohner der Fontanestraße durch ein klirrendes Geräusch geweckt. Als er aus dem Fenster sah, entdeckte er einen Mann mit einem Fahrrad, der einen Pflasterstein aufsammelte. Ein weiterer Zeuge im Alter von 23 Jahren beobachtete denselben mutmaßlichen Täter, als dieser einen Stein gegen eine Fensterscheibe warf und dann davonfuhr. Das von dem Radfahrer angegriffene Gebäude ist mit einer deutlich sichtbaren Gedenktafel versehen, die es als ehemaliges „Berliner Zwangsarbeitsamt für Juden“ ausweist. Aufgrund der Personenbeschreibungen konnten Polizeikräfte einen 27-jährigen Mann in der Nähe des Tatorts stellen. Da erste Ermittlungen auf einen Medikamentenmissbrauch des Tatverdächtigen hindeuteten, brachten ihn die Polizeikräfte zur Blutentnahme in ein Polizeigewahrsam. Die Ermittlungen führt der Staatschutz des Berliner Landeskriminalamtes.

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