Nr. 1232
Die 3. Mordkommission hat am Nachmittag die Ermittlungen zu
einer Schussabgabe durch einen Polizeibeamten in Mitte
übernommen. Nach bisherigen Erkenntnissen alarmierte eine
Mitarbeiterin des Berliner Doms die Polizei zu einem Mann, der
sich in der Kirche aufhielt, herumschrie, randaliert und ein
Messer in der Hand gehalten haben soll. Die zu diesem Zeitpunkt
im Dom befindlichen Besucherinnen und Besucher konnten diesen
noch vor dem Eintreffen von Einsatzkräften unverletzt
verlassen. Eine Funkwagenbesatzung traf zuerst am Ort ein und
begab sich in die Kirche. Die Polizisten forderten den Mann
mehrmals auf, das Messer aus der Hand zu legen. Die
Aufforderungen ignorierte der mutmaßliche Randalierer.
Zunächst benutzten die Beamten das Reizgas, um ihn zur Aufgabe
zu bewegen. Dies zeigte bei dem Mann offenbar keine Wirkung. In
der Folge machte ein Polizist Gebrauch von seiner Schusswaffe
und traf den bewaffneten Mann und auch seinen Kollegen.
Einsatzkräfte, Rettungssanitäter und ein Notarzt versorgten
die verletzten Männer. Beide kamen zu Behandlungen in
Krankenhäuser. Entgegen ersten Informationen erlitt der
Polizeibeamte leichte Verletzungen; er konnte die Klinik nach
der Behandlung wieder verlassen. Der 53-jährige Straftäter
wurde operiert und verbleibt stationär. Das genaue Geschehen
im Berliner Dom ist Gegenstand weiterer Ermittlungen. Wie in
allen Fällen, bei denen Personen durch den Schusswaffeneinsatz
von Polizisten verletzt werden, hat eine Mordkommission die
Ermittlungen übernommen.
Polizeibericht
Randalierende Person mit Messer - Polizeilicher Schusswaffeneinsatz
Originalquelle: www.berlin.de