Polizeikräfte bei Fahrzeugkontrolle angegriffen

  • veröffentlicht am 27.02.2021 11:02 Uhr
  • Polizeibericht

Nr. 0450
Bei einer Verkehrskontrolle in Gesundbrunnen wurden gestern Abend zwei junge Männer aggressiv und mussten vorläufig festgenommen werden. Nach derzeitigen Erkenntnissen war der Besatzung eines Einsatzwagens des zuständigen Polizeiabschnitts gegen 19.45 Uhr in der Badstraße ein in zweiter Reihe haltender Wagen aufgefallen. Als dieses bei Erblicken des Polizeifahrzeugs losfuhr, bemerkten die Polizeibeamten, dass ein Kind auf dem Rücksitz ohne vorgeschriebene Sicherung mitfuhr. Die Beamten stoppten das Fahrzeug und sprachen den Fahrer an. Dieser soll sofort aggressiv reagiert und sich gänzlich uneinsichtig ob der ihm vorgeworfenen Ordnungswidrigkeiten gezeigt haben. Zudem händigte er den Polizisten einen Führerschein aus, der den Verdacht erregte, gefälscht zu sein. Weitere Polizeikräfte überprüften den Führerschein auf einer Polizeidienststelle, wodurch sich der Verdacht bestätigte. Die Beamten machten dem 22 Jahre alten Fahrer daraufhin den Tatvorwurf des Verdachts der Urkundenfälschung und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und untersagten ihm die Weiterfahrt. Dieser reagierte sehr aggressiv und versuchte weiterzufahren. Die Polizisten nahmen ihm daraufhin den Fahrzeugschlüssel weg und legten ihm die Handfessel an. Hierbei leistete der 22-Jährige Widerstand und versuchte sich der Festnahme zu entziehen. Dessen 23- jähriger Bruder, der als Beifahrer in dem Wagen gesessen hatte, fing nun ebenfalls an aggressiv zu werden und soll den zweiten Polizisten, der die Festnahme sicherte, attackiert haben. Hierbei verletzte er diesen leicht an der Hand. Der Beamte musste schließlich sein Reizstoffsprühgerät einsetzen um den tätlichen Angriff zu unterbinden. Anschließend gelang es, auch dem 23-Jährigen die Handfessel anzulegen. Beide aggressiven Brüder wurden durch alarmierte Rettungskräfte der Feuerwehr vor Ort behandelt. Anschließend brachten die Polizisten den 22-jährigen Fahrer in einen Polizeigewahrsam, wo er erkennungsdienstlich behandelt wurde. Danach durfte er seinen Weg fortsetzen. Sein 23 Jahre alter Bruder wurde nach Personalienfeststellung noch am Ort entlassen. Die Ermittlungen wegen Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands, Urkundenfälschung und des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis dauern an.

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