Nach gewalttätigen Ausschreitungen im Olympiastadion - Polizei bittet um Mithilfe

  • veröffentlicht am 08.06.2026 16:06 Uhr
  • Polizeibericht

Polizeimeldung vom 08.06.2026

Charlottenburg-Wilmersdorf

Nr. 0684

Im Zusammenhang mit gewalttätigen Ausschreitungen im Olympiastadion sucht die Polizei Berlin weiterhin nach einer abgebildeten Person. Zunächst ergaben Hinweise, dass es sich bei einem der Gesuchten um einen Polizeibeamten handeln könnte. Nach näherer Überprüfung hat sich dies nicht bestätigt. Die Ermittlungen, insbesondere die Öffentlichkeitsfahndung nach den abgebildeten Personen, dauern daher an.

Meldung Nr. 0668 vom 05. Juni 2026: Ermittlungen gegen eine Dienstkraft der Polizei Berlin wegen des Verdachts eines Gewaltdelikts

Im Zusammenhang mit einem Gewaltdelikt ermittelt seit heute Nachmittag ein Fachkommissariat des Landeskriminalamtes gegen einen Polizeibeamten des Landes Berlin. Die Polizeidienstkraft soll zu Beginn des Jahres an einer gewalttätigen Auseinandersetzung in Charlottenburg beteiligt gewesen sein. Bei der Person soll es sich um einen Polizeibeamten handeln, der sich zum Tatzeitpunkt außer Dienst befand und der auf Videoaufnahmen bei einer etwaigen strafbaren Handlung aufgezeichnet worden sein könnte. Die Ermittlungen zu den genauen Tatumständen und Hintergründen dauern an. Gleichzeitig wird die Einleitung eventuell notwendiger dienstrechtlicher Maßnahmen geprüft.

Öffentlichkeitsfahndung Nr. 0652 vom 03. Juni 2026: Nach gewalttätigen Ausschreitungen im Olympiastadion – Polizei bittet um Mithilfe

Mit der Veröffentlichung von Lichtbildern bittet die Polizei Berlin um Mithilfe bei der Identifizierung mehrerer Personen.
Am 17. Januar 2026 kam es im Zusammenhang mit dem Fußballspiel Hertha BSC gegen FC Schalke 04 im Berliner Olympiastadion zu gewalttätigen Ausschreitungen im Bereich der Ostkurve und der angrenzenden Umläufe und Zugänge. Aus einer größeren Personengruppe heraus wurden Polizeikräfte unter anderem mit Wurfgegenständen angegriffen. Dabei wurden mehrere Einsatzkräfte verletzt.
Im Rahmen der laufenden Ermittlungen, insbesondere wegen Landfriedensbruchs und weiterer damit im Zusammenhang stehender Straftaten, konnten Bildaufnahmen der bislang unbekannten Tatverdächtigen gesichert werden.

Die Ermittlerinnen und Ermittler fragen:
  • Wer kann Angaben zur Identität und/oder den Aufenthaltsorten der abgebildeten Personen machen?
  • Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise für die Ermittlungen geben?
  • Tatverdächtiger 17

    Tatverdächtiger 17

  • Tatverdächtiger 2

    Tatverdächtiger 2

  • Tatverdächtiger 3

    Tatverdächtiger 3

  • Tatverdächtiger 5

    Tatverdächtiger 5

  • Tatverdächtiger 6

    Tatverdächtiger 6

  • Tatverdächtiger 8

    Tatverdächtiger 8

  • Tatverdächtiger 9

    Tatverdächtiger 9

  • Tatverdächtiger 12

    Tatverdächtiger 12

  • Tatverdächtiger 16

    Tatverdächtiger 16

Hinweise nimmt das zuständige Fachkommissariat im Landeskriminalamt in der Ringbahnstraße 132 in 12103 Berlin-Tempelhof unter der Rufnummer (030) 4664-964510 entgegen. Auch per Fahndung@polizei.berlin.de" title="Mailadresse">E-Mail an Fahndung@polizei.berlin.de" class="htmllink">LKA645Fahndung@polizei.berlin.de können Hinweise gegeben werden. Selbstverständlich können sich Zeuginnen und Zeugen auch an jede andere Polizeidienststelle wenden oder die Internetwache nutzen.

Erstmeldung Nr. 0060 vom 18. Januar 2026: Ausschreitungen bei Fußballspiel
Gestern Abend kam es vor Beginn des Fußballspiels Hertha BSC gegen FC Schalke 04 im Olympiastadion zu erheblichen Ausschreitungen. Bereits während der Einlassphase wurden Polizeikräfte gegen 18:35 Uhr am Osttor durch Teile der Fanszene von Hertha BSC verbal aggressiv beschimpft. In diesem Zusammenhang wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Dazu kam es durch die Einsatzkräfte zur Anwendung von unmittelbarem Zwang in Form von Schieben und Drücken. Nachdem die Gruppe dann den Einlass passierte, weigerte sie sich, weiter in Richtung Stadionvorplatz zu gehen, da sie dafür am Ort stehende Polizeikräfte hätte passieren müssen. Die Einsatzkräfte blieben am Ort und die Gruppe beendete schließlich die Störaktion und bewegte sich in Richtung Ostkurve und erreichte die dortige Hertha-Fanzone.
Um kurz nach 19 Uhr erhielten Polizeieinsatzkräfte durch einen unbekannt gebliebenen Fan den Hinweis, dass sich etwa 100 Personen der Fanszene von Hertha BSC im Blockzugang zur Ostkurve versammelt und Schutzbewaffnung in Form von Handschuhen und Vermummung angelegt haben sollen. Etwa zeitgleich teilte der Sicherheits- und Ordnungsdienst Polizeieinsatzkräften mit, dass ein Schalke-Fan, der sich mutmaßlich im Blockzugang zur Ostkurve verirrt habe, körperlich attackiert worden sein soll. Im Verlauf der polizeilichen Unterstützungsmaßnahmen versuchten Teile der gewaltbereiten Hertha-Fanszene die Gitter des Blockzugangs gewaltsam zu schließen, um offenbar Polizeikräften den Zugang zu verwehren. Darüber hinaus kam es zu zahlreichten Glas- und Plastikflaschenwürfen auf Polizeieinsatzkräfte aus der Menschenmenge heraus mit Treffern. Die Einsatzkräfte setzen daraufhin Pfefferspray und körperlichen Zwang ein, um dieses zu unterbinden. Aufgrund der schweren Widerstandshandlungen wurde darüber hinaus der Mehrzweckstock eingesetzt. Die Einsatzkräfte wurden mit Fahnen- und Holzstangen sowie mit Stuhlverankerungen angegriffen und geschlagen. Darüber hinaus erfolgten Würfe von Absperrgittern und Metallmülleimern auf die Einsatzkräfte. Insgesamt wurden fünf Personen wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs festgenommen und die Lage beruhigte sich gegen 19:30 Uhr.
Im Verlauf der Auseinandersetzungen erlitten 31 Personen der Hertha-Fanszene und 21 Polizeidienstkräfte leichte Verletzungen. Der Sanitätsdienst des Veranstalters übernahm die Erstversorgung, vorwiegend wegen Atemwegs- und Augenreizungen. Alle Einsatzkräfte verblieben im Dienst. Es wurden in diesem Zusammenhang fünf Strafanzeigen wegen besonders schweren Landfriedensbruchs und eine Anzeige wegen Körperverletzung aufgenommen. Alle Festgenommenen kamen nach den polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Kurz nach Beginn des Fußballspiels wurde im Bereich des Unterrings der Ostkurve ein Banner mit polizeifeindlichen Slogan hochgehalten und es wurden wiederkehrend polizeifeindliche Sprüche skandiert. Gegen 20:45 Uhr verließ ein größerer Teil der Fanszene von Hertha BSC die Ostkurve und verließ das Stadion um sich geschlossen auf dem Olympischen Platz zu sammeln. Dort gaben die Personen polizeifeindliche Gesänge von sich. Später entfernten sie sich vom Ort.

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