Jugendliche flüchteten mit einem Auto vor der Polizei

  • veröffentlicht am 28.09.2019 14:09 Uhr
  • Polizeibericht

Nr. 2341
Gestern Nachmittag fielen Polizisten in Neukölln zwei Jugendliche fahrend in einem Auto auf. Kurz vor 15 Uhr bemerkten die Beamten auf der Siegfriedstraße einen Mercedes, in dem ein Jugendlicher hinter dem Steuer und einer als Beifahrer vorne rechts saßen. Die Polizeibeamten versuchten den Wagen anzuhalten, doch ignorierte der Fahrer die Haltesignale und flüchtete mit überhöhter Geschwindigkeit und bei roter Ampel in die Silbersteinstraße. Über die Silbersteinstraße flüchtete er mit erhöhter Geschwindigkeit über mehrere weitere Straßen, bis er schließlich auf der Jahnstraße die Kontrolle über den Wagen verlor und gegen einen geparkten Pkw prallte. Von dort versuchte der Fahrer zu Fuß weiter zu flüchten, konnte jedoch von Polizisten eingeholt und gestellt werden. Gegen die anschließende Freiheitsentziehung leistete der 16-Jährige Widerstand. Der Beifahrer stieg unterwegs aus dem Auto aus, als der Fahrer auf der Silbersteinstraße verkehrsbedingt anhalten musste, und flüchtete, verfolgt von einer Polizeibeamtin, in eine nahegelegene Kita. Die Polizistin nahm den 15-Jährigen dort fest.
Während der Flucht mit dem Auto ignorierte der 16-Jährige weitere rote Ampeln, soll rücksichtlos in den Gegenverkehr und über einen Supermarktparkplatz gefahren sein, auf dem die Kunden sich nur durch Sprünge zur Seite vor Zusammenstößen bewahren konnten. Im Einmündungsbereich der Karl-Marx-Straße/Juliusstraße kollidierte er mit einem Audi, der in diesem Augenblick gerade aus der Juliusstraße in den Einmündungsbereich fuhr. Die 38-jährige Fahrerin des Audi wurde durch den Unfall verletzt und musste durch alarmierte Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht werden. In der Jahnstraße, kurz vor der Kollision mit dem geparkten Pkw, wollten gerade eine 26-Jährige und ihre sieben Jahre alte Tochter die Fahrbahn überqueren. Nur durch einen Sprung zurück auf den Gehweg konnten sie sich vor Schlimmeren bewahren. Da sie jedoch deutlich unter dem Eindruck des Geschehens standen, wurden sie am Ort von Rettungskräften behandelt. Die beiden Jugendlichen blieben unverletzt. Der 16-Jährige wurde von Einsatzkräften in ein Gewahrsam gebracht, wo er nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung und einer durchgeführten Blutentnahme dem Jugendnotdienst überstellt wurde, da dessen Eltern nicht erreicht werden konnten. Der 15-Jährige wurde durch seine Mutter in Empfang genommen. Der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 5 führt die weiteren Ermittlungen.

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