Gefährliche, zu schnelle Fahrt ohne Führerschein – Auto beschlagnahmt

  • veröffentlicht am 10.08.2019 17:08 Uhr
  • Polizeibericht

Nr. 1948
Sehr rasant war heute früh ein Mercedes auf der BAB 100 unterwegs. Beamte der Autobahnpolizei, die gegen 3.30 Uhr gerade im Begriff waren auf die BAB 100 zu fahren, sahen den Mercedes und fuhren hinterher. Die durchgeführte Geschwindigkeitsmessung ergab einen Wert von 173 km/h bei erlaubten 80 km/h. Die Beamten setzten sich vor das Fahrzeug und schalteten für den Fahrer sichtbar das Leuchtschild „Bitte folgen“ an. Der junge Mercedes-Fahrer folgte zunächst dem Polizeifahrzeug, zog dann allerdings im letzten Moment vor der Ausfahrt Kaiserdamm nach links und fuhr weiter auf der Stadtautobahn in Richtung Rathenauplatz. Hinzugezogene Polizeikräfte sahen, wie der Mercedes bei Rot die Kreuzung passierte, nach links in den Kurfürstendamm einbog und beschleunigte. Wiederholt überquerte der am Steuer sitzende junge Mann bei Rot Kreuzungen und bog nach rechts in die Johann-Sigismund-Straße ab. Am Ende der Straße fuhr er nach links in die Seesener Straße und bog letztendlich wiederum nach links in die Joachim-Friedrich-Straße ab. Dort kamen bereits Einsatzfahrzeuge dem Flüchtenden entgegen. Der junge Autofahrer versuchte den Wagen zu wenden, was misslang, stieg aus und ergriff zu Fuß die Flucht. Nach etwa 200 Metern wurde er von einem Polizeikommissar gestellt. Den Beamten gegenüber gab der 24-Jährige an, nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein und den Mercedes AMG gegen Geld geliehen zu haben. Die Polizisten fertigten eine Strafanzeige wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis gegen den 24-Jährigen. Zudem fertigten sie Strafanzeigen gegen den Halter des Mercedes wegen Verdachts der Steuerhinterziehung und Zulassen des Führens eines Kfz ohne Fahrerlaubnis. Der Mercedes wurde beschlagnahmt. Die zurückgelassene Beifahrerin des 24-Jährigen, die diesen wohl kurz zuvor kennengelernt hatte, blieb unverletzt.

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