Nr. 1082
Gestern Abend pöbelten ein Mann und eine Frau Fahrgäste in
einer Straßenbahn in Fennpfuhl an und sollen auch einen
unbekannt gebliebenen Jugendlichen geschlagen haben. Die Taten
erfolgten nach derzeitigem Ermittlungsstand in der Zeit von
17.30 Uhr bis kurz vor 18 Uhr in einer Straßenbahn der Linie
M8, die auf dem Weg nach Ahrensfelde war. Eine 25-jährige
Zeugin schaltete sich ein und stellte sich schützend vor den
unbekannt gebliebenen Jugendlichen und bat ihn, mit ihr an der
Haltestelle Bernhard-Bästlein-Straße auszusteigen, um
weiteren Angriffen aus dem Weg zu gehen. Daraufhin soll sie von
dem pöbelnden Mann fremdenfeindlich beleidigt worden sein.
Angekommen an der genannten Haltestelle stieg die Zeugin mit
dem Jugendlichen aus. Das Duo folgte der Frau bis in einen
nahegelegenen Supermarkt. Dort soll die pöbelnde
Tatverdächtige der 25-Jährigen mehrmals ins Gesicht
geschlagen und ihr Mittäter eine Flasche nach der Frau
geworfen haben, die sie jedoch nicht traf. Ein Mitarbeiter des
Geschäfts brachte die Angegriffene in einem Lagerraum in
Sicherheit, bis alarmierte Polizisten eintrafen. Als der
33-Jährige einen weiteren Zeugen angreifen wollte, mussten ihn
die Beamten überwältigen und wegen seines erheblichen
Widerstandes Pfefferspray einsetzen. Bei der Festnahme wurde
ein Polizist leicht verletzt. Der alkoholisierte Mann kam für
weitere Maßnahmen in eine Gefangenensammelstelle, wo er bei
einer richterlich angeordneten Blutentnahme weiteren Widerstand
leistete. Da er zudem ankündigte, weitere Straftaten zu
begehen, musste er seine Zeit bis heute früh in einer
Gefangenensammelstelle verbringen. Seine 24-jährige
Mittäterin wurde nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die
weiteren Ermittlungen übernommen.
Polizeibericht
Fahrgäste in Straßenbahn angepöbelt und geschlagen
Originalquelle: www.berlin.de