Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft
Berlin
Nr. 0775
Die am gestrigen Tage unter dem Verdacht der Verabredung eines
Verbrechens im Zusammenhang mit dem Berliner Halbmarathon
vorläufig festgenommenen sechs Männer zwischen 18 und 21
Jahren sind heute Nachmittag aus dem polizeilichen Gewahrsam
entlassen worden. Die mit größtmöglicher Beschleunigung
geführten weiteren Ermittlungen, darunter die Auswertung von
Datenträgern, Untersuchungen von Spuren und Anhaftungen, haben
bislang nicht zu einem für die Anordnung von Untersuchungshaft
erforderlichen dringenden Tatverdacht gegen die Beschuldigten
geführt. Deshalb werden die Personen heute entlassen. Die
Ermittlungen dauern an.
Erstmeldung Nr. 0766 vom 8. April 2018: Festnahmen
wegen des Verdachts der Beteiligung an einem
Verbrechen
Im Verlaufe des heutigen Tages wurden berlinweit mehrere
Durchsuchungen durchgeführt, die zum Auffinden von
Beweismitteln und Festnahmen führten. Im Vorfeld des Berliner
Halbmarathons gab es vereinzelte Hinweise darauf, dass die
sechs Festgenommenen im Alter von 18 bis 21 Jahren an der
Vorbereitung eines Verbrechens im Zusammenhang mit dieser
Veranstaltung beteiligt gewesen sein könnten. Aufgrund dieser
Hinweise und der noch nicht vollständig geklärten
Hintergründe des gestrigen Attentats in Münster, entschlossen
sich die Generalstaatsanwaltschaft Berlin und das
Landeskriminalamt Berlin zu den Durchsuchungen der
entsprechenden Wohnanschriften sowie zwei Fahrzeugen in
Charlottenburg-Wilmersdorf und Neukölln. Wegen der noch
andauernden Ermittlungen können zum jetzigen Zeitpunkt keine
weiteren Informationen mitgeteilt werden.