Tempelhof-Schöneberg/Darmstadt
Gemeinsame Meldung der Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin
Nr. 0346
Nach den Schüssen auf einen 38-jährigen Mann in Schöneberg am 22. März 2026 kurz vor Mitternacht konnten vor zwei Tagen in Darmstadt (Hessen) Durchsuchungsbeschlüsse an den Wohnanschriften von drei tatverdächtigen Männern im Alter von 19, 20 und 21 Jahren vollstreckt werden. Nachdem sich der Tatverdacht erhärten ließ, wurden diese anschließend festgenommen, um einen Haftbefehl zu erwirken. Die Durchsuchungen und Festnahmen führten am frühen Donnerstagmorgen Kräfte der hessischen Polizei im Rahmen der Amtshilfe durch. Vorausgegangen waren umfangreiche Ermittlungen der EG Telum der Staatsanwaltschaft Berlin und der BAO Ferrum des Landeskriminalamtes Berlin. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, am Tattag von Hessen nach Berlin gefahren zu sein, den 38-Jährigen aus dessen Wohnung gelockt und dann auf ihn geschossen zu haben. Ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Tiergarten erließ am gestrigen Freitag Haftbefehle gegen die drei Männer und setzte diese in Vollzug. Die
weiteren Ermittlungen zu Hintergründen und Tatbeteiligungen, inklusive der Auswertung von Beweismitteln, die bei den Tatverdächtigen gefunden wurden, dauern an.
Erstmeldung Nr. 0325 vom 23. März 2026: Schussverletzung erlitten
Unbekannte sollen vergangene Nacht in Schöneberg auf einen Mann geschossen haben. Gegen Mitternacht meldeten mehrere Anwohner der Ebersstraße mehrere laute Knallgeräusche und teilten mit, dass möglicherweise auf einen Mann geschossen wurde. Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr fanden am Einsatzort, auf der Straße, einen 38-Jährigen, der eine Schussverletzung im Gesäßbereich aufwies. Rettungskräfte brachten den Verletzten zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Lebensgefahr besteht nicht. Für die Spurensuche und –sicherung blieb der Tatortbereich gesperrt. Spezialisten des Kriminaltechnischen Institutes sicherten mehrere Projektile in und an Fassaden umstehender Gebäude. Die Ebersstraße blieb bis 4:18 Uhr für den Individualverkehr gesperrt. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zum Hintergrund und dem Tathergang, übernahm die BAO Ferrum.