Nr. 0401
Gestern Abend bemerkten Bewohner eines Mietshauses im Ortsteil
Fennpfuhl, Rauch und Brandgeruch im Treppenflur und alarmierten
Feuerwehr und Polizei. Ersten Ermittlungen zufolge brannte
gegen 21.30 Uhr im sechsten und zwölften Stockwerk des
Hochhauses in der Landsberger Allee, jeweils eine kleinere
Brandstelle auf beziehungsweise an der Tür zu einem vom
Hausflur zugänglichen Außenbalkon. Auf dem Balkon des oberen
Stockwerkes brannten mehrere Bücher und Stücke eines
Holzmöbel, in der unteren Etage brannte es eng begrenzt, wobei
nicht mehr erkennbar war, was dort in Flammen stand. Eines der
Feuer löschte ein 26-jähriger Bewohner mit einem hauseigenen
Feuerlöscher, das zweite löschten die Brandbekämpfer der
Feuerwehr. Durch die Brände wurden keine Personen verletzt.
Während der Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen warf gegen
21.40 Uhr ein zunächst Unbekannter aus einem Haus neben dem
Einsatzort, einen Böller auf eingesetzte Polizeibeamte,
welcher in unmittelbarer Nähe zu diesen explodierte. Zeugen
bemerkten, dass der Wurf aus dem 11. OG des nebenstehenden
Hauses kam und wiesen auf das entsprechende Fenster. In der
zugehörigen Wohnung trafen die Kollegen einen 42-jährigen
Mann an, welcher den Wurf auch zugab. Zu einer
erkennungsdienstlichen Maßnahme sowie einer Blutentnahme
brachte man ihn zu einer Gefangenensammelstelle, von der er
anschließend wieder entlassen wurde. Durch die Explosion wurde
niemand verletzt. Er muss sich nun wegen versuchter
gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf
Vollstreckungsbeamte und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz
verantworten.
Bereits am 14. und 16. Februar 2018 kam es zu Brandstiftungen
in diesem Hochhaus. Verletzt wurde niemand. Ob zwischen diesen
Bränden Zusammenhänge bestehen, prüft ein Brandkommissariat
des Landeskriminalamtes.
Polizeibericht
Brandstiftung in Hochhaus – Einsatzkräfte mit Böller beworfen
Originalquelle: www.berlin.de