Beleidigt, bespuckt und angegriffen - Polizeilicher Staatsschutz ermittelt

  • veröffentlicht am 27.10.2019 13:10 Uhr
  • Polizeibericht

Nr. 2579
Seit gestern Abend ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin zu einer Beleidigung und drei Körperverletzungen mit homophobem Hintergrund. Ermittlungen zufolge soll ein 18-Jähriger, der mit einer Gruppe homosexueller, junger Männer unterwegs war, gegen 18.30 Uhr von einem Mann, der zu einer anderen Gruppe gehörte, in einem Einkaufzentrum am Leipziger Platz in Mitte zunächst angerempelt worden sein. Anschließend soll derselbe Mann den Heranwachsenden aufgrund seiner Homosexualität beschimpft haben. Ein Begleiter des unbekannten Tatverdächtigen, ein 17-Jähriger, wie später ermittelt werden konnte, soll dann einem 24-jährigen Bekannten des 18-Jährigen ins Gesicht gespuckt haben. Anschließend flüchtete die Gruppe um die Tatverdächtigen in unterschiedliche Richtungen. Ein 20-Jähriger aus der Gruppe der Homosexuellen nahm daraufhin die Verfolgung des 17-Jährigen auf, der mit zwei Begleitern in die Wilhelmstraße lief. Dort soll der Jugendliche dem 20-Jährigen dann mit einer Faust ins Gesicht geschlagen haben. Anschließend stieg der 17-Jährige in einen BVG-Bus. Der Geschlagene machte den Busfahrer auf den Tatverdächtigen aufmerksam, sodass der Bus stand und kurz darauf alarmierte Polizeikräfte den Jugendlichen vorläufig festnehmen konnten. Er wurde zur Personalienfeststellung zunächst in ein Polizeigewahrsam gebracht und nach Rücksprache mit seinem Vater im Anschluss entlassen. Die Ermittlungen dauern an.

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