Tempelhof-Schöneberg/Charlottenburg-Wilmersdorf
Nr. 1123
Polizeibeamte nahmen heute Morgen einen Autofahrer in
Schöneberg vorläufig fest. Gegen 6.40 Uhr bemerkten die
Zivilfahnder des Verkehrsdienstes einen Skoda in der
Schöneberger Hauptstraße. An der Dominicusstraße hielt der
Autofahrer an einer roten Ampel. Als diese auf Grün sprang,
bog der Skoda-Fahrer aus einem Geradeausfahrstreifen nach
rechts ab und beschleunigte den Wagen stark. Daraufhin sollte
der Fahrer kontrolliert werden, woraufhin die Polizisten dem
Skoda zunächst durch mehrere Straßen hinterher fuhren. An der
Fritz-Elsas-Straße Ecke Martin-Luther-Straße missachtete der
Fahrer dann eine rote Ampel, bog nach rechts in die
Martin-Luther-Straße ab und setzte seine Fahrt mit hoher
Geschwindigkeit fort. Daraufhin schalteten die Fahnder das
Blaulicht und das Einsatzhorn an ihrem Zivilfahrzeug an, um den
Skoda anzuhalten. Über den Gegenverkehr der Dominicusstraße
setzte der Skoda-Fahrer seine Fahrt fort. Dort fahrende Autos
mussten stark abbremsen, um Zusammenstöße mit dem Skoda zu
verhindern. Der Wagen fuhr dann durch mehrere Straßen weiter.
Eine in der Grunewaldstraße durchgeführte
Geschwindigkeitsmessung ergab einen Wert von rund 113
vorwerfbaren Stundenkilometern bei erlaubten 50 km/h. Nach
einigen Kilometern bog der Autofahrer nach links in die
Uhlandstraße ab. Dabei kam er nach rechts von der Straße ab
und stieß gegen einen Ampelmast sowie gegen
Baustellenabsperrungen. Anschließend fuhr er weiter, bog dann
von der Mecklenburgischen Straße links in die Detmolder
Straße ab und nahm dabei keine Rücksicht auf entgegenkommende
Fahrzeuge. Die Fahrt ging dann weiter auf die Stadtautobahn in
Richtung Kreuz Schöneberg. Bei gestatteten 80 km/h raste der
Skoda mit 132 Stundenkilometer über die BAB 100. An der Ausfahrt Innsbrucker Platz
verließ der Wagen die Autobahn, schnitt einen Laster, der
daraufhin stark abbremsen musste. An der Hauptstraße
missachtete der Flüchtende beim Rechtsabbiegen den Querverkehr
und stieß mit einem Renault zusammen, mit dem ein 53-Jähriger
in der Hauptstraße in Richtung Rheinstraße unterwegs war. Um
eine weitere Flucht zu verhindern, stellten die Fahnder ihren
Wagen hinter den Skoda. Der Fahrer des Wagens setzte trotzdem
zurück und prallte gegen das zivile Polizeifahrzeug. Der
Skoda-Fahrer verließ anschließend den Wagen und wollte zu
Fuß flüchten. Dies gelang nicht, da ihm die Fahnder den Weg
versperrten. Die Aufforderungen, sich auf den Boden zu legen,
ignorierte der Mann, woraufhin er zu Boden gebracht wurde und
ihm Handfesseln angelegt wurden. Eintreffende
Unterstützungskräfte übernahmen den Festgenommenen. Eine bei
ihm durchgeführte Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von
knapp 0,5 Promille. Darüber hinaus fanden Polizeibeamte in dem
Skoda des 38-Jährigen Cannabis, das beschlagnahmt wurde. Der
Autofahrer musste die Polizisten zur Gefangenensammelstelle
begleiten und durfte diese nach der durchgeführten
Blutentnahme und der Beschlagnahem seines Führerscheins wieder
verlassen. Der Renault-Fahrer sowie die beiden Zivilfahnder,
ein Polizeioberkommissar und ein Polizeiobermeister, erlitten
leichte Verletzungen. Ebenso wurde ein Polizeikommissar bei der
Festnahme des Autofahrers leicht verletzt. Während die
Zivilpolizisten ihre Dienste beenden mussten, konnte der dritte
Kollege im Dienst verbleiben. Der Verkehrsermittlungsdienst der
Polizeidirektion 4 übernahm die Unfallbearbeitung.
Polizeibericht
Autofahrer vorläufig festgenommen
Originalquelle: www.berlin.de