Angriffe auf Einsatzkräfte im James-Simon-Park

  • veröffentlicht am 24.06.2021 16:06 Uhr
  • Polizeibericht

Nr. 1370
Im Bereich des James-Simon-Parks in Mitte hat es in der vergangenen Nacht Angriffe auf Einsatzkräfte aus einer Gruppe von etwa 200 Personen gegeben – ein Großteil davon Jugendliche und Heranwachsende. Nach bisherigem Ermittlungsstand war die Polizei über den Notruf gegen 2 Uhr in den James-Simon-Park alarmiert worden, weil dort etwa 100 Menschen vor einer Bar randaliert haben sollen. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf circa 200 Personen. Die Beamtinnen und Beamten mussten weitere Kräfte nachalarmieren, nachdem die Besatzung eines Streifenwagens im Park im Rahmen eines Rettungseinsatzes für einen stark alkoholisierten und mit Schürfwunden verletzten Mann von einer größeren Gruppe bedrängt worden war. Die Situation schlug schnell in eine aggressive Stimmung um. Aus einer Gruppe von 50 bis 70 Personen heraus wurden vereinzelt Flaschen auf die Einsatzkräfte geworfen. Nach Durchsagen, den James-Simon-Park zu verlassen, kam es im Bereich zwischen Monbijoupark und James-Simon-Park zu massiven Flaschenwürfen in Richtung der Polizistinnen und Polizisten, die jedoch nicht getroffen wurden. Mit der Unterstützung weiterer Kräfte gelang es schließlich, die Gruppe aus dem Park zu drängen. Dabei wurden auch Platzverweise ausgesprochen und Reizgas eingesetzt. In der Folge meldeten Einsatzkräfte in der näheren Umgebung des Parks weitere Flaschenwürfe auf sie, so unter anderem in der Burgstraße Ecke Kleine Präsidentenstraße sowie an der Burgstraße Ecke Henriette-Herz-Platz. An der Spandauer Brücke wurde in diesem Zusammenhang ein 19-jähriger Tatverdächtiger vorläufig festgenommen. Er durfte nach Feststellung der Personalien seinen Weg fortsetzen. Kurz nach 3 Uhr beruhigte sich die Lage am James-Simon-Park. Gegen 3.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte in den Weinbergsweg in Mitte gerufen, wo wiederum mehrere Personen randaliert haben sollen. Vor Ort trafen die Polizistinnen und Polizisten auf eine neunköpfige Gruppe, die sie wiedererkannten und die zuvor im James-Simon-Park Randalierenden zuordnen konnten. Ein 17-Jähriger aus der Gruppe kam in einen Polizeigewahrsam, aus dem er nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung entlassen wurde. Zwei 15-jährige Mädchen wurden nach Rücksprache mit ihren Erziehungsberechtigten vor Ort entlassen. Insgesamt gab es im Zusammenhang mit den Einsätzen rund um den James-Simon-Park 17 vorläufige Festnahmen unter anderem wegen Landfriedensbruchs, versuchter gefährlicher Körperverletzung und tätlicher Angriffe auf Polizeibeamte sowie Sachbeschädigung an Kfz. Bei dem Einsatz wurden drei Fahrzeuge der Polizei beschädigt, bei einem von ihnen die Heckscheibe eingeschlagen. Einsatzkräfte der Polizei wurden nicht verletzt. Die noch andauernden Ermittlungen hat ein Fachkommissariat der Direktion 1 (Nord) übernommen.

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